Objekt des Monats Mai

Tabakdose

Diese, in Deutschland um 1740/50 hergestellte Tabakdose, zeigt in Gravurtechnik auf der kupfernen Deckelober- und Unterseite Szenen der beliebtesten Freizeitbeschäftigung des Adels im 18. Jahrhundert, nämlich der Jagd. Eine besonders prestigeträchtige Jagdform war zweifellos die kostspielige Falkenjagd als ein Zeichen von Reichtum und Macht. So besaß etwa Karl Friedrich von Brandenburg-Ansbach 1748 den größten Falkenhof Europas.

Auf dem Dosen-Deckel die traditionelle Hirschjagd, umlaufend ein Fries mit Darstellungen von Hirsch und Schwanenjagd.


Angeblich steckten die Herren die praktischen und dekorativen Behältnisse in ihre Stiefel. Diese reizvolle Dose ähnelt in Form und Aufbau den berühmten Iserlohner Tabakdosen, die allerdings mittels eigens dafür erfundener Apparatur geprägt und deshalb günstig in größeren Mengen hergestellt wurden.

 

KMF 0663
Tabakdose
H: 3,7 cm; B: 5cm; L: 8cm
Deutsch, 18. Jh.