Objekt des Monats November

Pastetenform

Pastetenform KMF 0951

Die seltene, reizvolle Form zeigt die Ente als stilisiertes Wesen und wirkt auf uns heute wie eine kleine, moderne Skulptur.

Eine Pastete, franz. „paté“, ist ein fein gewürztes, warmes oder kaltes Gericht aus Farce das meist eine Hüllle aus Teig besitzt. Pasteten werden heute oft in Kastenformen zubereitet, aber auch in kleinen Schüsseln, Bechern oder Terrinen.

In kunstvoll ausgearbeiteten Kupfermodeln, vor allem in Tiergestalt ausgeformt, schmückten Pasteten in früherer Zeit die Festtafeln. Sie eigneten sich perfekt für die Gästebewirtung, da man sie bestens vorbereiten konnte. Pasteten haben ihren Ursprung in Frankreich. Vermutlich gibt es sie seit dem 11. Jahrhundert. In den Küchen des Adels und des Klerus entwickelte sich die Zubereitung von Pasteten zu einer wahren Kunst. Mit den von den Entdeckern der Neuen Welt mitgebrachten Gewürzen erhielten die Pasteten einen immer raffinierteren Geschmack und es entstanden neue Kreationen.

KMF 0951
Pastetenform
Getriebene liegende Ente
Naturalistisch ausgearbeitet

Frankreich, 18. Jh.
H: 10 cm; B: 19 cm; L: 32 cm