Objekt des Monats April

Italienische Weinkannen

Viele Regionen Italiens sind für ihre schönen Kupferarbeiten bekannt.

Diese beiden seltenen Weinkannen aus der Toskana – typisch in ihrer Form mit dem flachen Deckel und dem rohrförmigen, kurzen Ausguss sowie dem überreichen Dekor – wurden bei festlichen Gelagen zum Ausschenken des Weins durch die Bediensteten verwendet.

Auf vielen italienischen Gemälden aus dem 17. Jahrhundert ist dieser Kannentyp zu erkennen, etwa bei Darstellungen der Hochzeit zu Kana.


Die bauchigen Gefäßkörper dieser beiden repräsentativen Gefäße aus dem Besitz einer wohlhabender italienischen Adelsfamilie sind sehr aufwendig getrieben, graviert und punziert mit Maskaronen und Grotesken zwischen Voluten und Bandwerk.
Auf der kleineren Kanne ist ein Wappen mit Krone angebracht.

Eine ähnliche Kanne befindet sich auf Schloss Neuenburg (Sachsen-Anhalt) im Weinmuseum.

KMF 00441 und KMF 00928
Toskana
Anfang 17. Jh.
H: 36 cm bzw. 38 cm

Vgl. Artikel "Die Kunst der Kupferschmiede",
Sonderaussstellung anläßlich der
25. Tiroler Kunst- und Antiquitätenmesse,
Weltkunst 01.09.2000