Wir feiern 20 Jahre Stiftung Kupfermuseum

Am 8. März 2006 gründeten Siegfried und Evelyn Kuhnke die Stiftung Kupfermuseum Kuhnke.
Was als eine private Initiative begann, entwickelte sich im Laufe von zwei Jahrzehnten zu einer bedeutenden kulturellen Institution, die die faszinierende Geschichte des Kupfers anhand von originalen Kunstwerken bis in die heutige Zeit lebendig hält.
Aber erzählen wir die Erfolgsgeschichte von Beginn an:
Siegfried Kuhnke war ein renommierter Kunst- und Antiquitätenhändler.
Er betrieb sein Ladengeschäft im Kunstblock in der Münchner Ottostraße und handelte mit Gemälden, Plastiken und Kunsthandwerk vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Er stellte auf allen großen Kunst- und Antiquitätenmessen aus wie auch in der Hofburg in Wien und dann in Ausstellungsräumen in seinen ländlichen Anwesen in Pähl und Fischen, dem Sitz des heutigen Kupfermuseums. Er war Sachverständiger der IHK München und für Oberbayern für Unedle Metalle und arbeitete lange als Juror bei verschiedenen Verkaufsveranstaltungen für Kunst und Antiquitäten sowie für den Deutschen Kunsthandelsverband. 1993 war er Messeleiter der Deutschen Kunst- und Antiquitätenmesse im Haus der Kunst in München.
Schon als junger Mann faszinierte ihn das Material Kupfer und die daraus gefertigten Artefakte, die er im Laufe von vielen Jahrzehnten – anfangs mit ganz bescheidenen Mitteln – sammelte. Sein Ziel war es, auf die kupfernen Gegenstände aufmerksam zu machen, die im Vergleich zu Silberarbeiten stiefmütterlich behandelt wurden, und in einem Museum seine mittlerweile beachtliche Kollektion in einer Sonderausstellung zu präsentieren.
Man verhandelte mit verschiedenen Museen, zuletzt mit dem Klingenmuseum in Solingen. Während der Vorbereitungen teilte man Kuhnke jedoch mit, dass er zusätzlich auch noch den Katalog finanzieren müsse, andernfalls platze die Ausstellung. Das war nicht abgemacht, und so beschloss der Sammler kurzerhand, das Vorhaben abzusagen und endlich sein eigenes Museum zu eröffnen.
In dem denkmalgeschützten Gutshof in Fischen war gerade die ausgebaute Tenne im ersten Obergeschoss frei geworden, und Kuhnke dekorierte und gestaltete innerhalb von drei Wochen mit seiner Familie
fünfhundert Quadratmeter mit über tausend Kunstwerken und Gebrauchsgeräten von der Antike bis zur Gegenwart, die nun für die Öffentlichkeit zugänglich waren!
Die Eröffnung nahm Staatsminister Dr. Thomas Goppel vor.
In seiner 20-jährigen Geschichte hat das Kupfermuseum keinerlei staatlichen Subventionen erhalten, sondern es wird von dem leidenschaftlichen Sammlerpaar Siegfried und Evelyn Kuhnke aus eigener Tasche finanziert.
Bis heute konnte das Kupfermuseum viele Tausende von Besuchern aus aller Welt begrüßen. Alle sind begeistert vom Roten Gold, dem Siegfried Kuhnke im Gründungsjahr der Stiftung einen von seiner Tochter, der Kunsthistorikerin Madlon Kern, verfassten und seiner Schwiegertochter Heike Herzog-Kuhnke gestalteten Katalog mit Abbildungen der schönsten Stücke widmete.
Zum 20-jährigen Jubiläum gibt es diesen im Museum zum Sonderpreis von EUR 20,-.
Außerdem dürfen sich die Besucherinnen und Besucher auf eine kleine Sonderausstellung mit 20 Lieblingsstücken freuen und bei einer Führung den spannenden und heiteren Geschichten lauschen, wie die dort gezeigten 20 Lieblingsstücke den Weg ins Museum gefunden haben.
Wie üblich sind wir außerhalb der Öffnungszeiten nach Voranmeldung für Gruppen ab 6 Personen für Sie da. Voranmeldung über info@kupfermuseumfischen.de oder unter 0172-8228600.
Wir freuen uns, Sie nach der Winterpause ab 8. April 2026 wieder begrüßen zu dürfen und mit Ihnen unser 20-jähriges Jubiläum zu feiern.